Das Eselsfest - Acéphale III - Church of Rave

shrt-mssg:
Diesen Text hätte ich gerne in der Art eines Stroms mit zahlreichen Zuflüssen geschrieben.
Ein Text, auf den niemand wartet, ein philosophisches Fragment, das auf keine formulierte Frage antwortet, den die Verfasser_innen nicht geschrieben hätten, wenn sie ihre Lehre wörtlich gefolgt wären, so ist das bizarre Ding, das wir heute den Leser_innen unterbreiten;
Acéphale-Mass: The Church of Rave; Sat. 08/22, 22:00
Das gibt sofort zum Mißtrauen Anlaß, und dennoch!
Text is not something that you just read words in. It’s also a tool to adjust your senses.

Acéphale III – Church of Rave
Schaffst du mir aber den Himmelsstier nicht,
So zerschlag ich die Türen der Unterwelt,
Zerschmeiß ich die Pforten, lass die Tore weit offensteh’n,
Lass ich aufersteh’n die Toten, dass sie fressen die Lebenden,
Der Toten werden mehr sein der der Lebendigen.
Im Kadaver des Sein die Angst ein Kadaver zu sein.
Der Tote muss beschworen werden und die Beschwörung sich versichern, daß der Tote nicht
wiederkehrt: Bloß schnell alles tun, damit die Leiche an sicherem Ort verwahrt bleibt, in Auflösung
selbst da, wo sie bestattet oder einbalsamiert wurde, wie man es in Moskau gerne tat. Doch es gibt
diejenigen, die sich weigern, der Beisetzung zuzustimmen, und ebenso besteht die Gefahr eines
Overkills, der den Toten zum Spuk werden lässt reine Virtualität.
Denn der Untote kam ohne Würde und ohne Recht als Bastard von Kapital und Technologie auf die
Welt. Er kam auf die Welt, zum Teil, um von den inhumanen Menschen geopfert zu werden.
Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist… dann Wandeln sie weiter auf Erden, die schrecklicken
Gottheiten, die das Jenseits durch seine pure Existenz erzeugt, verwandeln sich in endlose
Heerscharen von Teufeln, Dämonen, Gespenstern, Widergängern, Halbwesen, Maskenwesen,
Trollen. Untote & Nicht-lebende Kreaturen, kybernetische Über- & Untermenschen, genetische
Monstren & Mutationen, so wie andere Post-Humanoide schleichen im Schatten der Aufklärung.
Blindfleck, L_rstelle. Genauso gerne übersehen, wie nicht bemerkt.
Sie infiltrieren das Leben der Menschen drängen die Grenzen des Jenseits zurück. Es spukt in dem
Trümmerhaufen der sich Menschheitsgeschichte nennt…
Der Untote ist der reduzierte und zugerichtete Mensch, der sich erst befreien muss. Seine
Gewalttätigkeit wie seine Unmündigkeit indes sind Unterstellungen der Ideologie (in Form der populären Mythologie).
Der verfemte Teil der Geschichte… Schreie eines kollektiven Unbewussten… einer Geschichte von
Klassenkämpfen… Versklavung… eine Geschichte des Lagers… und der Herrschaft des Menschen
über den Menschen… der (Selbst-)Verstümmelung und Peinigung… das verdrängte bahnt sich seine Wege… Stille! … silence. Taboo.
»Du bist mental nicht in der Lage den Abgrund deiner Existenz zu begreifen«
Erzulie hear my call
Unsere Melodie ist das Schreien der Maschinen. Unsere Musik ist das Brüllen der Motoren. Unsere Klänge das letzte Aufbäumen. Wir tanzen den Untergang, um zu leben. To make sense of their experience of the city: a complex, uncertain, and apparently disintegrating social environment.
Wir leben in einer Hyperrealen, Surrealen & absurden Welt… in seiner Grausamkeit, wie auch des Glücks. Hingebung an unproduktive Verausgabung, die Verschwendung der eigenen Energien und Leidenschaften.

‚complete text‘:

Die Fragmente in diesem Text sind nichtin chronologischer Reihenfolge angeordnet, aber dieses hier ist einrelativ frühes Beispiel.

 

Der Mythos enthält schon Aufklärung.Und die Aufklärung wird immer auch wieder ihr Mythos. Was genau sichan diesen plot points zwischen Aufklärung und Mythos tut dafür gibtes noch keine ausformulierte Theorie. Material dafür gibt es genug:Wir sehen nichts als Werden. Lasst euch nicht täuschen! In euremkurzen Blick liegt es, nicht im Wesen der Dinge, wenn ihr irgendwofestes Land im Meere des Werdens und Vergehens zu sehen glaub. Wieeine Eintagsfliege die ein Wohnhaus betrachtet. Ihr gebraucht denNamen der Dinge, als ob sie eine starre Dauer hätten: aber selbstder Strom, in den ihr zum zweiten Male steigt ist nicht derselbe wiebeim ersten Mal.

Diesen Text hätten wir gerne in der Arteines Stroms mit zahlreichen Zuflüssen geschrieben.

Ein Text, auf den niemand wartet, einphilosophisches Fragment, das auf keine formulierte Frage antwortet,den die Verfasser_innen nicht geschrieben hätten, wenn sie ihrerLehre wörtlich gefolgt wären, so ist das bizarre Ding, das wirheute den Leser_innen unterbreiten; während die Geschichte und dieDinge sich uns zuwenden und Europa nicht mehr das Gravitationszentrumder Welt bildet. Das ist in der Tat das Geschehen oder jedenfalls dieGrunderfahrung unseres Zeitalters.

Das gibt sofort zum Mißtrauen Anlaß,und dennoch! Vielleicht ist es besser, keiner Erwartung zuentsprechen und gerade das zu bringen, was abschreckt, wovon man ausSchwäche oder vermeintlicher Stärke nichts wissen will: dieseheftige Bewegung voll plötzlicher Überraschungen, die einen umwirftund dem Geist jede Ruhe nimmt; ein Art kühner Umwälzung bei dereine mit der Welt übereinstimmende Dynamik die Stagnation derisolierten Vorstellungen und hartnäckigen Probleme einer Angst, dienicht sehen will, ersetzt. Wie hätten wir ohne uns über Erwartungenhinwegzusetzen, diese äußerste Gedankenfreiheit ausüben können,die die Begriffe mit der Bewegungfreiheit der Welt gleichsetzt?

Text is not something that you justread words in It’s also a tool to adjust your senses.

Niemand ist im Grunde toleranter alswir. Es gibt Gründe, alle Meinungen zu vertreten; nicht daß unserenicht sehr entschieden wären, aber ich verstehe, daß ein Mensch,der unter Umständen gelebt hat, die den meinen entgegengesetzt sind,auch gegensätzliche Auffassungen hat.

Zwischen Nichts-mehr-zu-retten undNeustart.

Die Selbstbewegung des Begriffs, dieKonzeption der Geschichte als Syllogismus, wie Hegels Philosophie siedenkt, ist keine Entwicklungslehre. Dazu hat sie bloß daseinverstandene Mißverständnis der Geisteswissenschaften gemacht.Der Zwang, unter dem sie die rastlos zerstörende Entfaltung desimmer Neuen begreift, besteht darin, daß in jedem Augenblick dasimmer Neue zugleich das Alte aus der nähe ist; Nachhall. Das Neuefügt nicht dem Alten sich hinzu sondern bleibt die Not des Alten,seine Bedürftigkeit, wie sie durch dessen denkende Bestimmung, seineunabdingbare Konfrontation mit Allgemeinem im Alten selber alsimmanenter Widerspruch aktuell wird. 

Ich sehe die Trümmer und die Trümmersind schön. Sie zeigen flüchtig die Brüche unter demstrukturierten Glas. If you look away and just turn your back onthose you don’t understand, you’ll regret it someday. Accept what’shappening before your eyes as a fact.

Die Augen derSphynx – Enter the Unknow

The Doors of Perception are closed

Erstarrt unter dem Blick der Sphynx

When a man faces fear, his soul is tested. What s_he was born toseek…

So zerschlag die Türen der Unterwelt,

Zwerschmeiß die Pforten, lass die Tore weit offensteh’n,

Wie finde ich Wege? 

Werde ich vor der Sphynx an Rätseln in Stücke zerrissen, wie einfragmentiertes Fraktal?

Everything you’ve been taught is based on theories and logic. Soon,you’ll come to realize how pointless they are.

Und allen Plänen gegenüber begleitet mich die Frage: »Wassoll der Unsinn?

eine Frage, die überhaupt ganz und gar von mir Besitz zu nehmendroht.

 

»Be and not know

Nothing IS Forever

Negation dessen was ist…

…Negation als Verformung, Bearbeitung, Verfall, Tod –Metamorphose.

Die einmal Dagewesenen verschwinden.

Wenn das Unmögliche Wirklichkeit wird…

verstummt die Sprache,

Stille im Angesicht des Unaussprechlichen

Le soleil ni la mort ne se peuvent regarder en face.

Das Unausgesprochene angesichts desvoranschreitenden Stillstandes

eye, eye, eye, eye, eye, eye, eye

eye, eye, eye, eye, eye, eye, eye

eye, eye, eye, eye, eye, eye, eye

eye see the world through differenteyes.

Über all an den Wänden gezogene Fädender Generationen, nachzeichnend das bewegte Leben.

An Welchen Fägen bewege ich michentlang?

Für einen Zuschauer stellt sich ja,bewusst oder doch meistens eher unbewusst, stets die Frage, wer oderwas ist eigentlich die Kamera? Welchen Blick repräsentiert sie,welche Funktion hat sie in der Grammatik der Erzählung. Sieht da einIch oder ein Wir, sieht man von außen oder von innen, objektiv odersubjektiv, und was hat es zu bedeuten, wenn das eine ins andereübergeht?

They don’t really care about us…Im Labyrinth gefangen, wartend auf den Henker.

Ich köpfe liebermich selbst, als zu erwarten was eindeutig nur eine Frage der Zeitist.

Welche Sphynx ausAluminium und Zement schlug inhen die Schädel auf und fraß darausihr Hirn und ihre Phantasie? — Mein Kontrollzwang!

Die Aufarbeitungseiner Erinnerungen wurde nicht nur dadurch erschwert, sondern auchdurch Peyotemassivität von Hausfluren, hinterhof-baumgrüneFriedhofsdämmerungen, Weinsuff über den Dächern, haschischtrunkeneSpazierfahrten durch Einkaufsviertel mit blinkenden Neonreklamen undVerkehrsampeln, Sonne und Mond und Baumvibrationen in der tosentenWinterabenddämmerung; Haltegriffe und Geländer für einen Abstiegin die Unterwelt der Vergangenheit. »Ich habe keinGedächtnis.« — »Du hast einfach alles verdrängt.

Du lernst dieBilder, die in den Galerien ausgestellt sind, so zu betrachten, alsseien es Wände, Decken und die Wände, Decken, als seien es Bilder,deren Dutzende, deren Tausende immer wieder neu begonnene Wege duunermüdlich verfolgst, unauslotbare Labyrinthe, ein Text, denniemand zu entziffern vermöchte, Gesichter in der Auflösung.

 

Ganz allgemeinsuchen wir im Opfer oder im Potlatsch, in der Aktion (in derGeschichte) oder in der Kontemplation (im Denken) immer jenenSchatten – den wir per definitionem nicht greifen können -, denwir hilflos Poesie, Tiefe oder Intimität der Leidenschaft nennen.Wir werden zwangsläufig getäuscht, weil wir diesen Schatten greifenwollen. Das letzte Problem des Wissens ist das gleiche wie das derVerzehrung. Niemand kann erkennen und sich zugleich vor derVernichtung bewahren, niemand kann den Reichtum verzehren und ihnzugleich vergrößern wollen.

 

Nichts existiertauf Ewig

 

Acéphale III– Church of Rave

 

Schaffst du mir aber den Himmelsstier nicht,

So zerschlag ich die Türen der Unterwelt,

Zerschmeiß ich die Pforten, lass die Tore weit offensteh’n,

Lass ich aufersteh’n die Toten, dass sie fressen die Lebenden,

Der Toten werden mehr sein der der Lebendigen.

Im Kadaver des Sein die Angst ein Kadaver zu sein.

Der Tote muss beschworen werden und die Beschwörung sich versichern,daß der Tote nicht wiederkehrt: Bloß schnell alles tun, damit dieLeiche an sicherem Ort verwahrt bleibt, in Auflösung selbst da, wosie bestattet oder einbalsamiert wurde, wie man es in Moskau gernetat. Doch es gibt diejenigen, die sich weigern, der Beisetzungzuzustimmen, und ebenso besteht die Gefahr eines Overkills, der denToten zum Spuk werden lässt reine Virtualität.

Denn der Untote kam ohne Würde und ohne Recht als Bastard vonKapital und Technologie auf die Welt. Er kam auf die Welt, zum Teil,um von den inhumanen Menschen geopfert zu werden.

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist… dann Wandeln sie weiter aufErden, die schrecklicken Gottheiten, die das Jenseits durch seinepure Existenz erzeugt, verwandeln sich in endlose Heerscharen vonTeufeln, Dämonen, Gespenstern, Widergängern, Halbwesen,Maskenwesen, Trollen. Untote & Nicht-lebende Kreaturen,kybernetische Über- & Untermenschen, genetische Monstren &Mutationen, so wie andere Post-Humanoide schleichen im Schatten derAufklärung.

Blindfleck, L_rstelle. Genauso gerne übersehen, wie nicht bemerkt. 

Sie infiltrieren das Leben der Menschen drängen die Grenzen desJenseits zurück. Es spukt in dem Trümmerhaufen der sichMenschheitsgeschichte nennt…

Der Untote ist der reduzierte und zugerichtete Mensch, der sich erstbefreien muss. Seine Gewalttätigkeit wie seine Unmündigkeit indessind Unterstellungen der Ideologie (in Form der populärenMythologie).

Der verfemte Teil der Geschichte… Schreie eines kollektivenUnbewussten… einer Geschichte von Klassenkämpfen… Versklavung…eine Geschichte des Lagers… und der Herrschaft des Menschen überden Menschen… der (Selbst-)Verstümmelung und Peinigung… dasverdrängte bahnt sich seine Wege… Stille! … silence. Taboo.

Nach einem radikalen Perspektivwechsel indessen müssten wirerkennen, dass wir unserer Welt nur gerecht werden, wenn wir sie als„post-apokalyptisch“ begreifen. Post-apokalyptisch meint, das derWeltuntergang bereits stattgefunden hat. Es wird politischausgeschlossen, was ökonomisch nicht taugt. Umgekehrt ist ökonomischzu opfern, was politisch nicht taugt. Regierung und Ökonomieunterhalten sich gegenseitig in ihren Ausschlussmechanismen. Man mussMigration und Arbeitsmarkt anders zusammen denken als es diePropaganda tut, um zu verstehen, dass der Kapitalisierung dieserStufe auch der Mensch selber nichts anderes mehr sein kann als Beuteoder Gespenst. Migranten und Arbeitslose werden zu denGespensterheeren des Finanzkapitalismus; da diese Gespenster toxischsind (wie Zombies) werden sie von einer Mehrheit gehasst undbekämpft, die selber stets mit ihrem halben Sein schon Gespenstersind.

Everyone here is the same. They don’t notice anything. They don’t sayanything. And they don’t think anything. They are merely a shell oftheir former selves and soon they will disappear like the meltingsnow. This epidemic leads innocent people to their deaths, and yet,its pathogen will never be eradicated. This is a disease calledserenity – a form of death that people have wished for Träume!Anbetungen! Erleuchtungen! Religionen! Die ganze Schiffsladunggefühlvoller Scheiße!

Die Profanierung des Saklaren nennt man Horror.

Sobald das Alltägliche, Niedere, Nützliche aufgeschrieben,kulturalisiert und medialisiert wird, findet eine Übertragung insSchöne, Höhere, etc. statt. Damit wird zwangsläufig das wirklichAlltägliche, Niedere, Nützliche getötet & negiert, gehtlediglich als (un-)totes ein. Als Zerfleddertes, als Abfall oderRest. Als verdinglichte Beschreibung der Reproduktiongesellschaftlicher Ordnung; entwickelt sich als Realabstraktion.Imago.

The spectacle is capital accumulated to the point that it becomesimages.

Einbalsamierte Gehirne. Mumien – als Medien der Gegenwart. DieBeschwörung muss sich versichern, daß der Tote nicht wiederkehrt:

seiner verrosteten Leier zu einemgemäßigten, einem leidlich frohen, einem nahezu vergnügtenDankpsalm, mit der er seinen stillen, sanften, etwas mit Brombetäubten Zufriedenheitshalbundhalbgott langweilt, und in derlaudicken Luft dieser zufriedenen Langeweile, dieser sehrdankenswerden Schmerzlosigkeit ist er das Post-Humane Subjekt.Kollektives Un(-ter-)bewusstes. Mem(e). Was adressiert dasSeelenlose? Post-Mortem. Gott ist Tod.

Undtod. Nach

Leben.

Bloß schnell alles tun, damit die Leiche an sicherem Ort verwahrtbleibt, im Schatten der Aufklärung.

Die drohende, unruhige Einsamkeit und Zerbrechlichkeit, ständigesZucken der Augenlider, der pochende Schlag des Herzens an derSchläfe, das Surren in Köpfern der von einander abgeschottetenMenschen… bestattet oder einbalsamiert; in Auflösung selbst dieGefahr eines Overkills, der den Toten zum Spuk werden lässt reineVirtualität.

Das untote Subjekt hat von allem nur Rudimente, Sprache, Bewusstsein,Erinnerung. Es will nicht leben, wohl aber überleben; es will nichtsterben, wohl aber hasst es alles Lebendige, auch an sich selbst. Dasuntote Subjekt ist jener Körper, der im Sinne Kants keine Würdebesitzen kann, weil er nur »Material« oder »Mittel

Nach einem radikalen Perspektivwechsel indessen müssten wirerkennen, dass wir unserer Welt nur gerecht werden, wenn wir sie als„post-apokalyptisch“ begreifen. Post-apokalyptisch meinteinerseits, dass der Weltuntergang bereits stattgefunden hat, auchwenn die Erinnerung an das Ereignis – nennen wir es: Auschwitz –bereits zu verblassen droht, andererseits meint das Wort, dass etwasübrig geblieben ist, etwas versprach, ein „Endzeitkrieg“ zusein; man hätte das Böse bezwungen, in einer einzigartigenAnstrengung der Welt, die sich den Zivilisationsbruch nicht gefallenlassen will, und unter ungeheuren Opfern. Aber dieser Endzeitkrieghat nicht gebracht, was er versprach, keinen Frieden, nicht dieRekonstruktion der Zivilisation, nicht einmal die Vernichtung desapokalyptischen Keims, des Faschismus. Dass der zweite Weltkriegnicht der „gute“ Endzeitkrieg werden konnte, das macht, dass alleweiteren Endzeitkriege nur noch böse Karikaturen, die blutigenFarcen sind, von denen Marx sprach.

Die schrecklichen Gottheiten, die das Jenseits durch seine pureExistenz erzeugt.

 

Let thesefake lights be turned off – (An-)Anmesia – Sadly, The Future IsNo Longer What It Was

 

Brian Aldiss glaubt, dass sich im Leben eines jeden Romanautors einfrühes traumatisches Erlebnis finden lässt – meines, unseres (unddeines?) bildet da keine Ausnahme.

Zuerst sind da Bilder, vertraute oder solche, die dich verfolgen;ausgebreitete Spielkarten, die du unaufhörlich in die Hand nimmstund wieder hinlegst, ohne dass es dir je gelingt sie zu ordnen, wiedu es möchtest.

‚Ein schlichtes Zimmer. Ein Mann steht vor einem Spiegel. Davoraufgestellt sind zwei Spitze Glasgegenstände. Die Augen des Mannessind trüb, die Mundwinkel schlaff. Er greift nach den beidenGlasgegenständen vor sich, hält sie; sein Gesicht nimmt einenentrückten Ausdruck an. Während zwei Freunde von außen an seineTür trommeln, spricht er die Worte „Let these fake lights beturned off. Let them be turned off. Turn off…“ und nimmt sichsein Augenlicht, wobei jede Menge Blut spritzt. Blind undorientierungslos taumelt er aus seinem Zimmer, die Treppe im Flugnehmend, hinaus auf die Straße.‘

Wir stehen alle mal am Abgrund und jede_r muss sich selber einen Wegnach unten suchen, die Bedingeungen zum Erreichen & Sichern derMittel des je individuellen Glücks sind nicht gleich oder gerecht.Schon im antiken Griechenland war die Bedingung der Zuwendung derWenigen zu den höheren Dingen, wie Genuss & Schönem, dieVersklavung der Vielen, die sich dem – notwendigen & nützlichen– Niederen widmen müssen. Die königliche Macht setzt sich als dasPrinzip der Vereinigung unzähliger Elemente, sie entwickelt sichspontan als imperative Form, destruktiv gegen jede andere imperativeForm, die ihr entgegenstehen könnte, und so manifestiert sich an derSpitze die fundamentale Tendenz und das Prinzip jeder Herrschaft: dieReduktion auf persönliche Einheit, die Individualisierung der Macht:

Als Kind liebte ich die Sonne: ich schloss die Augen, und durch dieWimpern hindurch schien sie rot.

Just when I think I’m winning

When I’ve broken every door

The ghosts of my life

Blow wilder than before…

Chastity and grace – traditional virtues that have been lost. Theycompromise the educational ideology of Ousou Academy. They’repriorities that are not valued in boys, onlyy in girls. After havingthem instilled in us, we’re shipped out as brand-name product,refined, sheltered maidens, and purchased by men who seek a classicpiece of furniture called „a good wife and mother“ in a formalityknown as marriage. Students in this school are all components thatwill be processed into an artwork called „the lady“. They arerough stones waiting to be polished and finished up. They live sadand boring lives, even though there are many other possible ways theycould bloom.

Im Kapitalismus setzt sich dieses grundlegendeHerr-Knecht-Verhältnis, in abstrakter Weise und verschleiert durchden Warentausch fort.

Everyone is alone. Everyone is empty. People no longer have need ofothers. You can always find a spare for any replacement. Anyrelationship can be replaced.

Die Aufarbeitung der Erinnerungen wurde nicht nur dadurch erschwert,daß das Instrumentarium so begrenzt war (»Ich habe keinGedächtnis.« — »Du hast einfach alles verdrängt.Kannst du denn, zum Teufel nochmal, überhaupt nichtsbehalten!

Du hast den unangenehmen Eindruck, als müsste dir dieses Ordnenunbedingt gelingen, als hinge davon die Enthüllung einerwesentlichen Wahrheit ab. Auch wenn Bürokratie und Rassismusgetrennt voneinander entstanden und weiterentwickelt wurden, zeigtensie sich erstmals in Afrika eng miteinander verwoben. Aus dieserengen Verbindung ergaben sich neuartige Möglichkeiten einerAkkumulation der Macht zu Enteignung, Erzeugung und Verwaltungmenschlichen Abfalls. Aber die Verbindung zwischen Rasse undBürokratie sorgt auch für eine Vergrößerung der Zerstörungs-,Vernichtungs- und Verwaltungsmöglichkeiten, die etwa in Süd- undSüdwestafrika genutzt wurden, um politische Gemeinschaften zugründen, die auf dem Rasseprinzip basierten.

In diesem Prozess tritt der Neger als Zeuge auf. Er vertritt denkolossos der Welt, den Doppelgänger der Welt, ihren kalten Schatten.Wie Jean-Pierre Vernant ausführt, bezeichnete der Ausdruck kolossosim alten Griechenland zunöchst ein Bildnis riesigen Ausmaßes.

Trümmer im Fallen. Wir stehen im Zeichen der Pyramide. UntergehendeSonne. Niedergang einer Ordnung.

Aber es handelte sich um ein Bildnis, das man in einem leeren Grabbeerdigte, neben Gegenständen, die dem Entschlafenen gehörten. Inder Dunkelheit des Verstorbenen. Er soll nicht, so schreibt Vernant,»die Züge des Verstorbenen nachahmen, die Illusion seinerphysischen Erscheinung erzeugen. Er verkörpert nicht das Bild desToten und fixiert es in Stein, sondern das Leben im Jenseits, jenesLeben, das sich von dem der Lebenden unterscheidet wie die Welt derDunkelheit von der Welt des Lichts. Der kolossos ist kein Bild; erist ein >Doppelgänger

Yet, let us add that the accumulated capital is that of the Subjectwho has become a total image, immersed in a world of informationwhere reality is nothing but a copy of copies. One of the first textsto begin a critique of representationalism, of the production ofreality out of images: a world where Plato’s Cave becomes our onlyreality, but one that is itself inverted, one in which the shadows onthe wall vanish into the wall and we follow them into the darkness.This is the Society of the Spectacle.

Der Neger ist insofern ein Platzhalter des kolossos unserer Welt, alsunsere Welt sich mit einem riesigen leeren Grab oder mit einer Höhlevergleichen lässt. In diesem riesigen leeren Grab heißt »NegerNeger

We are our images not the other way round. We are Plato’s worldmagnified: codified Ideas that have been copied into copies and letloose upon the global datastream, er ist der dunkle Pol der Welt, wieder Hades bei Homer, das Reich des Vergänglichen, in dem das Lebensich durch seine Flüchtigkeit und seine außerordentlicheZerbrechlichkeit auszeichnet. Der Ausdruck »Neger

Du bist allein. Du lernst gehen wie ein Mensch, der allein ist,lernst bummeln, umherschlendern, sehen, ohne hinzuschauen,hinzuschauen ohne zu sehen. Du lernst die Durchsichtigkeit, dieUnbeweglichkeit, die Existenzlosigkeit. Du lernst ein Schatten zusein und die Menschen anzuschauen, als seien sie Steine. The shadowsare alive now, it is only us that exist in stasis, a simulated imageturning in a coid; our actual selves have become data – roamingbeyond us in the onlife worlds we once inhabited as passiveonlookers. The tools of this immersive process are no longer separatefrom us – as in Debord, but surround us on all sides even as wemove through the world. Die Aufgabe eines Menschen imNeolieberalismus ist es, seinen eigenen Beute-Aspekt zu pflegen, dennso wie es in der „islamistischen“ Weltsicht klar ist, dassdreißig Jahre Tyrannei besser sind als ein Tag Anarchie (und mitnichts als mit diesem Phantasma lässt sich so viel Anarchieanrichten), so ist der neoliberalen Weltsicht klar, dass ein Lebenlang Beute zu sein besser ist als ein Tag Gespenst (und nichtsverwandelt Menschen todsicherer in Gespenster). Die Rasse schreibtArendt, » war der Notbehelf, mit dem Europäer auf menschlicheStämme reagierten, die sie nicht nur nicht verstehen konnten,sondern die als Menschen, als ihresgleichen anzuerkennen sie nichtbereit waren

(»Ich habe kein Gedächtnis.« — »Du hast einfachalles verdängt.« — »Kannst du denn, zum Teufelnochmal, überhaupt nichts behalten!

Es wird „politisch“ ausgeschlossen, was „ökonomisch“ nichttaugt. Umgekehrt ist ökonomisch zu opfern, was politisch nichttaugt. Was allen durch die wenigen geschieht, vollzieht sich stetsals Überwältigung einzelner durch viel: stets trägt dieUnterdrückung der Gesellschaft zugleich die Züge der Unterdrückungdurch ein Kollektiv. Während das soziale Elend sich notwendigerweiseals Vielheit darstellt und die homogene Gesellschaft als Reduktionauf ein gemeinsames Maß, entwickelt sich die imperative Instanz, dasFundament der Unterdrückung, notwendigerweise zu Reduktion aufRegierung und Ökonomie. Regierung und Ökonomie unterhalten sichgegenseitig in ihren Ausschlussmechanismen. Man muss „Migration“und „Arbeitsmarkt“ anders zusammendenken als es die Propagandatut, um zu verstehen, dass der Kapitalisierung dieser Stufe auch derMensch selber nichts anderes mehr sein kann als Beute oder Gespennst.Migranten und Arbeitslose werden zu den Gespensterheeren desFinanzkapitalismus; da diese Gespenster toxisch sind (wie dieZombies) werden sie von einer Mehrheit gehasst und bekämpft, dieselber stets mit ihrem halben Sein schon Gespenster sind. Es istdiese Einheit von Kollektivität und Herrschaft und nicht dieunmittelbare gesellschaftliche Allgemeinheit, Solidarität, die inden Denkformen sich niederschlägt. Es zeigt sich indessen, dass esaufgrund des transatlantischen Sklavenhandels und des Kolonialismuszu einer Verschiebung und neuartigen Verknüpfung zwischen den beidenDiskursen kam – dem Diskurs über die Rasse im biologischen Sinne(der allerdings alles andere als stabil ist) und dem Diskurs überdie Rasse als Metapher einer allgemeineren Antwort auf die alte Fragenach Teilung und Unterwerfung, Widerstand und Fragilität desPolitischen, nach dem per definitionem stets angespannten, aberdennoch unlösbaren Band zwischen dem Politischen und dem Leben, demPolitischen und der Macht zu töten; der Macht und tausenderlei Artenzu töten oder (über)leben zu lassen. Die Bürokratie entsteht alsHerrschaftsinstrument, während das Netz, das Tod und Handelmiteinander verknüpft, als grundlegende Matrix der Macht fungiert. Irealize this is our reality now. We’ve all vanished into the screensof an unreal world and come back out and let the screens follow usinto our world. Alle Geschichte heißt Geschichte von Klassenkämpfen,weil es immer dasselbe war, Vorgeschichte. Darin ist eine Anweisunggelegen, wie Geschichte zu erkennen sei.

So lasset aufersteh’n die Toten, dass sie fressen die Lebenden, whenthe real world is transformend into mere images, mere images becomereal beings – dynamic figments that provide the direct motivationsfor a hypnotic behaviour.

Die Aufarbeitung der Erinnerungen wurde nicht nur dadurch erschwert,daß das Instrumentarium so begrenzt war, sondern auch durch denUmstand, daß beim Älterwerden die einmal dagewesenen Haltegriffeund Geländer für einen Abstieg in die Unterwelt der Vergangenheitzu verschwinden beginnen. One’s alienated being roams beyond you likea dark twin who is up to now good. Yet, as Debord will remis us: „Thespectacle is the bad dream of a modern society in chains andultimately expresses nothing more that its wish for sleep. Thespectacle is the guardian of that sleep.

Die Vergänglichkeit war längst nicht mehr das ausgesprochene Themaund verirrte sich sublimiert in Gehirngängen der modernen Menschheitdurch sich wiederholende Gänge der traumatischen Retroperspektive zuden neuen Erfahrungen, welche den Zukunftsentwurf in sterilenbiederen Farbtönen ausmalen. But there is no sleep in our mobilespectacle, only vigilance: 

permanent paranoia.

One can always lose one’s identity and one’s life to an other.

Eben nach den Massenmorden der Menschheitsgeschichte. Nach der Shoah.

Die Gewalt ist fortan Gesetz, und das Gesetz hat zum Inhalt dieGewalt.

Nach dem in Brand setzen der Zivilisation durch die Aufklärungproduziert die Gesellschaft Bilder ihrer eigenen Zerstörung. DieKunst begann spätestens im 20. Jhd. Bilder der Zerstörung derZivilisation zu malen, so wie die biblische Apokalypse, so zeichnetdie Kunst. Imago.

Bilder vom Ende der Zivilisation, einer Zivilisation, der Fall einerOrdnung.

Der Toten werden mehr sein denn der Lebendigen.

»Du bist mental nicht in der Lage den Abgrund deiner Existenzzu begreifen.

Wie die Pyramiden oder die Akropolis ist Auschwitz ein Faktum, einSignum des Menschen. Die Vorstellung vom Menschen ist von nun anuntrennbar mit der einer Gaskammer verbunden.

Ein modernes Echo…

…Gott ist Tod.

Obelisk strahlender Pfeiler der hochstehenden Sonne im Fallen.

Let these fake lights be turned off. Let them be turned off. Turnoff…

gab es etwas der Sonne Ähnlicheres als Blut, das sich auf dasStraßenpflaster ergießt, als ob das Licht explodierte und tötete?

 

FutureShock -Ghost in the Shell – Serial Experiments Lain

 

Die wiederaufkommenden Ideologien der Krise wiederholten hier und da,was nicht mehr passieren dürfte. Die ständige Bedrohung desVerfalls in die völlige Barbarei beherrschte die Stimmung, dochunter ständiger Beschallung und der Angst vom Erzittern eignerWeltvorstellung horchte kaum eine_r hin, schrecke kaum eine_r auf.Die Betroffenen versammelten sich zu Minderheiten um selbst das Wortzu ergreifen. Doch die Antwort auf die Handlung fiel karg aus: 

»Alles eine Frage der Technik

Eine der entscheidenden gesellschaftlichen Aufgaben der affirmativenKultur gründet in diesem Widerspruch zwischen der glücklosenVergänglichkeit eines schlechten Daseins und der Notwendigkeit desGlücks, das solches Dasein erträglich macht, hörte und sahjemensch – in den Straßen der Metropole, Kommunikations- undBespaßungsgeräten in den Elfenbeintürmen Vereinsamter, wie auch anden Orten für Viele. Für den Menschen würden sich die Bedingungen,im Vergleich zu anderen Tieren weiter verändern, denn diemenschliche Aktivität vermehrt durch die Veränderung der Welt dielebende Materie um an sie angeschlossene Apparaturen, bestehend auseiner riesigen Menge inerter Materie, die die vorhandenenEnergiequellen erheblich vergrößern. Der Mensch hatte von Anfang andie Fähigkeit, einen Teil der vorhandenen Energie nicht zumbiologischen, sondern technischen Wachstum seines Energiereichtums zuverwenden. Und einmal im Werk Gestalt geworden, kann der schöneAugenblick ständig wiederholt werden; er ist im Kunstwerk verewigt.Kann ständig wiederholt werden. Der Aufnehmende kann solches Glückim Kunstgenuß immer wieder reproduzieren. Und kann ein ständigwiederholt werden.

Die Menschheit befindet sich nach dem Mord Gottes, den zu vollziehenein jedes Individuum zu leisten hat. Zur gleichen Zeit sprengten dieReproduktionstechniken scheinbar endgültig die relativeRaum-Zeit-Barriere, zumindest die Nahe Vergangenheit scheint geradezuvirtuell reproduzierbar. Sie bewegten sich abgehackt, hatteneingefrorene Mienen und trugen alle das gleiche retrofuturistischeOutfit. Ihre Reise aber kennt keine unterscheidbaren Anfangs- undEndpunkte mehr. Das digitale, bald ergänzt um entfaltete Genetik undNanotechnologien, so wie etwaigen wireless-Strom/-Internet entfaltetentlang feiner (Blut-)Bahnen [Verkehrslinien, Stromkabel,Wasserrouten, Flugbahnen, …], Knotenpunkten [Verkehrszentren,Umspannungswerken, Militärstationen, Forschungszentren,Serverfarmen, Kliniken, Einkaufszentren, …], pulsierendeHerzen/Plataux [Kraftwerke, Städte, …], kurz die gesamteInfrastruktur – ausgehend von polyzentrischerHegemonie/Macht-Verteilung, die sich in Städten manifestiert, hinzur Peripherie – ein kybernetisch, digital-vermitteltes „Ghost(in the Shell)“.

Zeitalter der Bewusstseins- und Unbewusstseinsindustrie. Ein Ortvoller Geheimnisse, ein kybernetischer Organismus im weitesten Sinne,längst Wirklichkeit geworden. Mit Hilfe der Schrift kann der Menschanderen Menschen über beliebig große Zeiträume hinweg Nachrichtenübermitteln. Die körperliche Einheit von Mensch und Maschine, langebefürchtet und lange vorausgeahnt, ist schon seit Jahrzehntenvollendete Tatsache, auch wenn es uns in der Regel nicht auffällt.Und zwar deshalb, weil wir mitten drin stecken und uns immer noch aufnewtonsche Bezugssysteme verlassen, wonach die Realität nur das ist,was wir sehen oder berühren können.

Was natürlich nicht stimm. When you entrust so much of your everydaylife to those electronic devices, the argument that you aren’t acyborg isn’t very convincing. To you, those portable terminals arealready your second brain. Isn’t that right? It can be said that thehistory of science is a history of the expansion of the human body’sfunctionality, in other words, the history of man’s cyberization.That’s why it’s a matter of degree.

Wir alle sind Teil eines gewaltigen Konstrukts künstlich verknüpfterNervensysteme. Und es ist unsichtbar. Wir können es nicht berühren.Wir sind das Konstrukt. Wir sind Borg

und auch nicht.

It’s not a matter of real or fake. These avatars are idols on thenet. In other words – icons.

Icons cannot solely exist through their own will. This is why bodieshave such difficulties with identity theft: your real being is animage, a dividual that is no longer under your control; and, even,more it has its own life beyond you. Like any other life form it isopen to vulnerability, hacking, pirating, manipulation, and theft: itcan turn your body into a criminal tool, or take from your body anyand all property. There is no security anymore. You are nothing morethan a blip on the insecure screen of life. Ich fahre einen Film derScham zitternder verschwommener Bilder eigener Projektionen, duglitchst mein Verhalten, du siehst was du zu sehen wünschst oderwovor du Angst hast… Produkte eigener Phantasien zerstören,während die Wahrnehmungsperfektion dahinsiecht, kommt der Ekel beiTransparenz innerer Organe, sie zeigen was sie dich wissen lassenwollen, es kriecht entlang deiner Kehle hoch und lässt dich dieBitterkeit des Augenblickes schmecken.

»I just long for a world in which ordinary things are done inan ordinary way.

When Debord suborned the mediatization of reality to a bureaucraticform he did not know it would become what it is now: we no longerneed administrators who channel and concentrate power in someobjective form, rather we have internalized these forms of power andadministrate ourselves. Repressionen bringen dich in Form:

du siehst was du zu sehen wünschst oder wovor du Angst hast…

»You disappointed me. So i have to give you a punishmentRegret your helplessness and feel despair.

Ich bin Gott, Ich bin Nietzsche, Ich bin Bataille,

Their true feelings and colors are not the same as the ideals theircharacters represents. It’s not surprising that a fan could do abetter job than the real owners of playing the idol the fans expectto see.

Ich bin (Inter-)Net(z), Ich bin Borg, Ich bin (Serial Experiments)Lain, 

Ich bin Leben, Ich bin Tod,

Ich habe gehangen am Kreuze; Post-

Mortem.

Das Leben nach dem Tod – im Gegensatz: Vorgeburt (Pränatal), Untodund Nicht-leben.

Post-Mortem.

You are nothing but Subject-as-data. The securitization of one’sonlife life is first and foremost a 24/7 project.

Rührend wiederhergestellt, hingerichtet 

des Zwanges verkörperter Lauf

der Umstrukturierungsprozess zu ökonomischen Stau

von technologischem Fortschritt berichtend.

In our time the constructionis complete, and we are onlife 24/7.There is no separation between work and leisure: one is alwaysworking even in leisure. One’s dividual life and one’s bodily lifeare both commodities in a surplus-value regime that never ends untildeath. And even in death one’s artificial life goes on as part of thespectacle of global capitalism. Data is never lost only degraded.

Der Ewigkeitsgedanke schreibt sich ein in eine Gesellschaft diepermanenten, weiteres Wachstum, fordert. Hier drehten wir in den Loopein, den die kulturindustrielle Gesellschaft als affirmative Kultur –Reklame (für den Status Quo) – uns permanent entgegenhält. Dieunendliche Beschleunigung, die Teleportation, der Quantensprung,bedeutet an der Stelle einen gleichzeitigen Stillstand. Der Loopführt zum weiter fortschreitenden Verfügbarmachen des bereitsVergangenen. Die Geschichte in Zeiten seiner medialenReproduzierbarkeit. Kann ständig wiederholt werden.

Die Menschen versuchen erneut dem Tod, der Vergänglichkeit – demeigentlichen Ziel der Ewigkeit: der Negation – ein Schnäppchen zuschlagen. Natur soll nicht mehr durch Angleichung beeinflusst,sondern durch Arbeit beherrscht werden; zumindest sublimiert odersimuliert – Naturbeherrschung. Parallel dazu wird der Versuchunternommen die Gesamtheit der gesellschaftlichen Geschichte zuerfassen und verfügbar zu machen.

I thought I could find my purpose in life… I thought I’d be able tofinde out why I was born here and now!

Science-Fiction. Erfundene Wissenschaft, wissenschaftliche Erfindung,mehr oder weniger. Die Menschen verwenden die Dinge häufig ganzanders, als von den Herstellern vorgesehen.Kommunikationstechnologien, die einmal perfektioniert wurden, sterbenselten komplett aus. Stattdessen schrumpfen sie zusammen, umbestimmte Nischen in der globalen Infrastruktur zu füllen. »Oderwar es ein abstrakterer Begriff, der den Cyberspace als Ganzesmeinte?

Auch wenn in der Science-Fiction manchmal richtige Vorhersagengetroffen werden – ‚Precops‘ -, ist sie doch selten in der Lage dietatsächlichen Auswirkungen einer neuen Entwicklung auf dieGesellschaft vorauszusehen.

Wir rasen auf einen imaginären Wirbel zu…

 

 

Am Anfang war das Wort, und das Wort war Gott.

Absolut unmöglich.

Nicht machbar.

Und doch. Und doch… Heilig!

Wohinist Gott? Rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getödtet, -ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir diesesgemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns denSchwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was thaten wir, als wirdiese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun?Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nichtfortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allenSeiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wiedurch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Istes nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehrNacht? Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet!Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Post-Mortem.

Etwas zerbrach, etwas ist zerbrochen. Du fühlst dich – wie sollman sagen? — nicht mehr unterstützt: etwas, das dich bisher, soschien dir, so scheint dir, gestärkt hat, wo es dir warm ums Herzwurde, das Gefühl deiner Existenz, deiner Bedeutung fast, derEindruck, zur Welt zu gehören, in ihr eingebettet zu sein, fehlt dirlangsam.

Das Herz des Menschen ist nicht nur unruhig, bis es ruhet in Gott,weil noch die Universalität Gottes für es eine Quelle derBeunruhigung bleibt, und die Beruhigung erst eintritt, wenn Gott indie Isolation und die zutiefst unbewegliche Permanenz einer Gruppeeingeschlossen wird. Gott entfaltet sich in einem höchsten Sinn, derallem anderen Sinn verleiht. Jedoch ist dieser ein äußerer,jenseitiger, einer der nicht dem Subjekt eigen ist, mit diesem nichtkorrespondiert.

Dein Leben, zumindest der Teil der mit dem Zustandekommen diesesFilms zu tun hat, 

hat sich längst in eine Kafka-Schleife verwandelt – 

Moloch der früh in meine Seele eindrang!

Allerdings Kafka, wie ihn Fox Network umsetzen würde:

Am Anfang war das Wort, und das Wort war Gott

und ist bis auf den heutigen Tag ein Rätsel geblieben.

Das Wort war Gott, und das Wort war Fleisch, so wird uns gesagt.

Ich schlage vor, die Sache anders zu sehen:

das gesprochene Wort, so wie wir es kennen, kam nach demgeschriebenen Wort.

Die Sprache selbst verlieh dm Gesagt, den Verhältnissen derHerrschaft, jene Allgemeinheit, die sie als Verkehrsmittel einerbürgerlichen Gesellschaft angenommen hatte.

Absolut unmöglich.

Nicht machbar.

Und doch. Und doch…

Das Wort, das nicht Mittel ist, erscheint als sinnlos, das andere alsFiktion, als unwahr. Werturteile werden entweder als Reklame oder alsGeschwätz vernommen. Die dadurch zur vagen Unverbindlichkeitgetriebene Ideologie wird doch nicht durchsichtiger und auch nichtschwächer.

Der Mord Gottes – nie bewusst vollzogen – sucht sich seinSublimat: Kultur & Seele

werden zu alle Lebensbereiche erfassenden Energiebewegungen diegesellschaftliches Leben nachhaltig prägen: eine totale Mobilmachungim Alltäglichen. 

Die Genese, dessen was wir als ‚Pop‘ verstehen.

Ihre Vagheit gerade, fast scientivische Abneigung, sich auf irgendetwas festzulegen, das sich nicht verifizieren läßt, fungiert alsInstrument der Beherrschung. Sie wird zur nachdrücklichen undplanvollen Verkündigung dessen, was ist. Von Vernunft und Religionwird das Prinzip der Zauberei in Acht und Bann getan. Noch in derentsagenden Distanz vom Dasein, als Kunst, bleibt es unehrlich; ImZeitalter der liberalen Expansion lebte Amusement vom ungebrochenenGlauben an die Zukunft: es würde so bleiben und doch besser werden.Heute wird der Glaube noch einmal vergeistigt; er wird so fein, daßer jedes Ziel aus den Augen verliert und bloß noch im Goldgrundbesteht, der hinters Wirkliche projiziert wird. Das Kunstwerk hat esnoch mit der Zauberei gemeinsam, einen eigenen, in sichabgeschlossenen Bereich zu setzen, der dem Zusammenhang profanenDaseins entrückt ist. In ihm herrschen besondere Gesetze. Wie derZauberer als erstes bei der Zeremonie den Ort, in dem die heiligenKräfte spielen sollen, gegen alle Umwelt eingrenzte, so zeichnet mitjedem Kunstwerk dessen Umkreis geschlossen vom Wirklichen sich ab.Gerade der Verzicht auf Einwirkung, durch welchen Kunst von dermagischen Sympathie sich scheidet, hält das magische Erbe um sotiefer fest. Er rückt das reine Bild in Gegensatz zur leibhaftenExistenz, deren Elemente es in sich aufhebt. Moloch in dem ich einBewußtsein ohne Körper bin. Es liegt im Sinn des Kunstwerks, demästhetischen Schein, das zu sein, wozu in jedem Zauber desprimitiven das neue, schreckliche Geschehnis wurde:

Erscheinung des Ganzen im Besonderen. Im Kunstwerk wird immer nocheinmal die Verdoppelung vollzogen, durch die das Ding als Geistigesals Äußerung des Mana erschien. Das macht seine Aura aus. AlsAusdruck der Totalität beansprucht Kunst die Würde des Absoluten;die Transzendenz der kleinen messianischen Kraft ins äußerte undinnerste zugleich äußert Hoffnungen, Ängste, Erwartungen, manchmalentwickelt sie sogar Visionen und Utopien, die schon baldNiederschlag in gesellschaftlichen Veränderungen finden. Am Endeheilig geht es um elementare Dinge, um Liebe und Tod, Einsamkeit,Angst, Wut, Trauer und Erlösung. Es geht um Übertreibung undVerausgabung und darum diese Gefühle mit anderen Menschen zu teilen.Das können Zehntausende im Stadion sein. Oft aber entfaltet sich diestärkste Wirkung in kleinen Räumen in zahllosen Kellern und Clubs,überall auf der Welt. So möchte die Kultur heilen, was sie nichtheilen kann.

Moloch! Moloch! Roboterwohnungen! Unsichtbare Vorstädte! 

Schatzkammern voller Skelette! Blindes Kapital! 

Dämonische Industrien! Gespenstische Nationen! 

Unbesiegbare Irrenhäuser! Schwänze aus Granit! Monströse Bomben!

Das Terrorbild existiert nicht nur in einer Kultur, die sich nichtmehr über eine Erzählung definiert, es existiert auch auf einemMarkt, der nur noch durch Hysterisierung der Nachfrage, heilig, inBewegung gehalten werden kann. Die affirmative Kultur adressiert dieSeele, die Person, das ausgehöhlte Pseudoindividuuum. Sie brachensich das Kreuz als die Moloch zum Himmel hoben!

Staat, Nation, Geschlecht, Rasse, Klasse, ‚Sub’kultur, Abendland,Morgenland, etc. Systeme letzter Ordnung von Welt substituierenGott… Die totale Mobilmachung im Zeichen einer niedergehendenOrdnung.

Selbstverleugnend kommt die Aufklärung zu ihrer Entstehung zurück:dem Mythos.

Die Kunst, welche schon in ihrer Produktion verdammt zumMarktmechanismus — als Original sich nur noch die Frage nach derErhaltung von geistigem Eigentum stellend -, nur eineProjektionsfläche der Kultur aller Menschen von vielen bleibt. Eigenständig in ihrer Art ist sie ein Spiegel in welchen sich dieMenschen wiederzufinden und sich eigen zu machen suchen. Der Spiegelvoller Kratzer, zersplitterter Staub, schnell gelebt, zu schnellschon wieder in Vergessenheitgeraten – Achtung! Neuer Trend!

Wach auf im Moloch!

Licht strömt aus dem Himmel herab!

 

Acéphale drückt auf mythologische Weise die der Zerstörunggeweihte Souveränität aus, den Tod Gottes: Der Mensch ist seinemHaupt entsprungen wie der Verurteilte dem Gefängnis. Jenseits seinerselbst hat er nicht Gott gefunden, der das Verbrechen verbietet,sondern ein Wesen, welches das Verbot nicht kennt. Jenseits dessen,was ich bin, begegne ich einem Wesen, das mich lachen macht, weil esohne Kopf ist, das mich mit Angst erfüllt, weil es aus Unschuld undVerbrechen zusammengesetzt ist: es hält eine eiserne Waffe in seinerLinken, Flammen, einem heiligen Herz vergleichbar, in seiner Rechten.In ein und derselben Eruption vereinigt es Geburt und Tod. Es istkein Mensch, es ist aber auch kein Gott. Es ist nicht Ich, aber esist mehr Ich als ich: sein Bauch ist ein Labyrinth, in dem es sichselbst verirrt, in dem ich mich mit ihm verirre und in dem ich michals es, das heißt: als Monstrum, wiederfinde. Der Enthauptete, mehrMensch als jeder soziale Funktionsträger, und dadurch Übermenschoder Ungeheuer, je nachdem, aus welcher Perspektive man auf ihnblickt, ist genauer noch durch den Sinn für das Tragische definiert,und es ist eine Tragödie, die sich in seiner Ekstase kommuniziert.Deren Gegenstand ist die radikale Erfahrung der Kontingenz. Was sichim Mythos von Acéphale offenbart, ist eine überschäumende, vonihren Ketten befreite Zeit, die an die Stelle Gottes tritt, um, alsgebieterisches Objekt der Begierde und als explosive Freiheit desLebens gesetzt, selbst zum Gegenstand einer Ekstase zu werden.

Verrückte Generation! Gestrandet an den Felsen der Zeit!

Der cäsarischen Einheit, die durch einen Führer begründet wird,steht die führerlose Gemeinschaft gegenüber, die durch dasobsessive Bild einer Tragödie zusammengehalten wird. Das Lebenverlangt vereinigte Menschen, und die Menschen werden entweder durcheinen Führer oder durch eine Tragödie vereinigt. Die Gemeinschaftohne Köpfe suchen heißt daher die Tragödie suchen.

Lasst uns ausziehen Gott zu töten… …und den Menschen an seinerstatt zu setzen…

…die Verschwörung der Kopflosen. Heilig!

It is not society that determines people’s futures. It is people whodetermine society’s future. I think the only time people have valueis when they act according to their own will. I want to see thesplendor of people’s souls.

 

Heartbeat

Outta control

Imma beast

Animal

I’m in heat

Predator Mode

I can’t

Take it no more

 

Oh shit I lost control

Get back

I’m ‚bout to explode

Get back

I’m ‚bout to explode

Oh shit

I lost control

 

DionysischeWelt – Erzulie hear my call

Unsere Melodie ist das Schreien der Maschinen. Unsere Musik ist dasBrüllen der Motoren. Unsere Klänge das letzte Aufbäumen. Wirtanzen den Untergang, um zu leben. To make sense of their experienceof the city; a complex, uncertain, and apparently disintegratingsocial environment. Blindfleck, L_rst*ll*. Genauso gerne übersehen,wie nicht bemerkt. Auf der ewigen Suche nach Equilibrium im Tanz derFrustration – Fluchtbedürfnisse – entstanden in der Ablehnungselbst verschuldeter Verhältnisse – in denen jene Impulse beiihrer Geburt schon begrabenwerden, welche ihrer vergötztenMütterchen Ökonomie, nichtverwertbar erscheinen.

Der Tote muss beschworen werden! Höhenflüge! Erscheinungen!Verzweiflung!

Animalische, einstürzende Neubauten! Schreie und Selbstmorde auszehn Jahren!

Ebenso nahm er nach dem Mahl diesen erhabenen Kelch in seine heiligenund ehrwürdigen Hände, sagte Dir Lob und Dank, reichte den Kelchseinen Jüngern und sprach: Nehmet und trinket alle daraus: Das istder Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch undfür alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zumeinem Gedächtnis. Leben sabbernd und kotzend die Gehirnimpulse –dessen Entstehung verdrängt und vergessen – die unreflektierteAnsammlung emotionaler Auswürfe, weggewischt von Putzmenschen jenesLokals, wo, während der nächsten exzessiven Flucht, wir das letzteWochenende, den Verweis auf mögliche Wärme suchend, schon wieder –unter Beleuchtungs- und Bassubstanz – uns erleichterten.

Aus dem Kanon der Heiligen Messe:

WirLeben in einer Hyperrealen, Surrealen & absurden Welt… inseiner Grausamkeit, wie auch des Glücks. Hingebung an unproduktiveVerausgabung, die Verschwendung der eigenen Energien undLeidenschaften. Das Projekt. Das Glück 

der Erkenntnis im Angesicht der Angst, the opposite of boredom 

is not pleasure… but excitement. People will gladly seek out anykind of excitement, even pain.

Ich sah die besten Köpfe meiner Generation vom Wahn zerstört,hungernd, hysterisch, nackt.

Die sich mit Zigaretten Löcher in die Arme brannten, demnarkotischen Tabakmief des Kapitalismus zum Trotz. Ein Aufbegehrender Hoffnung und des Utopischen gegen die grausamen Bilder einerWelt, die nichts anderes mehr als eine Reproduktion seiner selbstVorstellbar machen kann, in der jedwedes Glück ins äußerstetranszendiert ist. Ein Transzendenzweg wie auf einer Treppe vonEscher, wie auf dem Gödelband, wie bei einer Fuge von Bach – mankommt immer wieder da an, wo man losgegangen ist. So wie ‚die Krise’zum Dauerzustand von Ökonomie und Verteilungskampf geworden ist, istder Untergang zum Normalzustand der Welt geworden. AuthentischerLuxus verlangt vollständige Verachtung der Reichtümer, die düstereGleichgültigkeit dessen, der die Arbeit verweigert und dessen Lebeneinerseits den Glanz des grenzenlosen Ruins, andrerseits einestillschweigende Beschimpfung der beflissenen Lügen der Reichendarstellt. Jenseits militärischer Ausbeutung, religiöserMystifikation und kapitalistischer Unterschlagung könnte niemandmehr die Bedeutung des Reichtums wiederfinden und das, was er anExplosionen, Verschwendungen und Überschwang verspricht, wenn esnicht den Glanz der Lumpen und den düstern Trotz derGleichgültigkeit gäbe. Wenn man will, ist durch die Lüge derÜberschwang des Lebens schließlich der Revolte vorbehalten – mankommt immer wieder da an, wo man losgegangen ist. Man glaubt aberwoanders zu sein (; das Problem des virtuellen Raums). Dasapokalyptische Gefühl ist selber zum Herrschaftsinstrumentumfunktioniert. Als wäre nichts anderes mehr möglich als die Wahlzwischen „weiter so“ und „sowieso zu spät“, zwischen demrasenden Stillstand des Turbokapitalismus und der mörderischenRegression der apokalyptischen Terrorkrieger. Die Bilder der Welt imUntergang lähmen den Wunsch sie zu verändern. Und die Unfähigkeitsie zu verändern erzeugt den audiovisuelllen Dauerrausch derApokalypse. Aus dieser Falle muss sich das kritische Denken befreien.Es ist nicht das erste Mal. Und das letzte Mal auch nicht. Visionen!Omen! Halluzinationen! Wunder! Ekstasen!

Die kapitalistischen Gesellschaften können erleichtert aufseufzen,solange sie wollen, und sich sagen: Seit dem Zusammenbruch dertotalitären Regime des 20. Jahrhunderts ist der Kommunismus tot, under ist nicht nur tot, sondern er hat nicht stattgefunden, er war nurein Phantom. Sie werden damit immer nur eines verleugnen, dasUnleugbare selbst: Ein Phantom stirbt niemals, sein Kommen undWiederkommen ist das was immer (noch) aussteht. Spielkarten, die duunaufhörlich in die Hand nimmst und wieder hinlegst. Das Sakrale istdas Erschauern vor allem, das nicht von Menschenhand erzeugt wurde;es zerfällt in den suggestiven Raum, der nach dem Eingreifen desMenschen verlangt oder sich dieses kategorisch verbietet mit Träumen,mit Drogen, mit Wahnvorstellungen, Alkohol und Schwanz und endlosemFick und spende nicht, um mehr zu empfangen, solange du nicht inSicherheit bist, bin ich es auch nicht. 

Es beginnt also ursprünglich bereits jenseits des Bewegungs- undBlickraumes.

Alles ist heilig! Alle sind heilig! Überall ist Heilig! Jeder Tagist in Ewigkeit! Katastrophische Zeit! Alle sind Engel!

Die ursprüngliche Einheit von Blickraum und Bewegungsraum – Ichsehe, so weit ich mich bewegen kann, bewege mich, so weit ich sehenkann, und sehe nur, was sich durch Bewegung erreichen lässt –erzeugt allenfalls das erhabene (der ferne Berg, das endlose Meer)und das Undurchdringliche und Unüberquerbare (die Wüste und derFluss). Das Jenseits, gewiss, verschiebt sich (wir sehen mitTeleskopen und Ferngläsern in die Ferne; wir bewegen uns aufTierrücken und in Maschinen; wir analysieren unsere Psychen), dochseine Ränder werden dafür umso absurder.

Die Welt ist heilig! Die Seele ist heilig! Die Haut ist heilig!

Die Nase ist heilig! Zunge und Schwanz und Hand und Arschloch heilig!

Wer das Jenseits erreicht empfindet, entdeckt, erahnt, erfährt, derwird von Faszination ergriffen, aber auch von einem Gefühl der»Winzigkeit

Der Gammler ist so heilig wie der Seraphim!

Der Verrückte ist heilig, wie du

meine Seele heilig bist!

When they gain the freedom to act outside the boundaries of law andethics, you can sometimes see their souls.

There is no soul without sin…

…lovelove me despite my faults.

There is no diesease that can’t be cured…

…pity my pain.

I am lost…

…please…

…find me.

I am tired and I don’t have more strength…

…come and hug me.

The pain dried me my strength…

…listen to me, without complaining.

For lovers sake…

…please…

Am Samstag den 22.08. um 22Uhr öffnet die Church of Rave ihre Pforten. Get some fancy, strange, fantastic, undead, kinky, monstrous, insane, nerdy and/or outdated clothes on and be part of the headless mass.

Programm des Eselsfestes:
bereits ab dem 21. 8.:
https://www.facebook.com/events/120089244990654/

„Das Leben ist schwer zu tragen: aber so tut mir doch nicht so zärtlich! Wir sind allesamt hübsche lastbare Esel und Eselinnen.“

Das vollständige Programm findet ihr auf eselsfest.wordpress.com