Donuts & Diamonds feat. Musikdarbietungen & Platypus Review Releaseveranstaltung

Zu Anfang des Abends wird es eine kleine Vorstellung der Zeitschrift „Platypus Review“ geben, mehr dazu unten.
Im Anschluss Musik von:
Frederik Perry
Bill B. Wintermute
Sandy
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„Hallöchen Freunde und Freundinnen des Barabends,
Da wir nun zu unserer englischsprachigen Zeitschrift, der Platypus Review, auch ein deutschsprachiges Pendant veröffentlichen, möchten wir dies gehörig mit der Donuts & Diamonds-Crew feiern. Der Dienstagabend steht also unter dem Motto der „Platypus Review Releaseparty“ und passenderweise werden wir auch unsere 1.Ausgabe entsprechend im KOZ auslegen. Diese beinhaltet eine Transkription unserer einst veranstalteten Podiumsdiskussion „Die Politik der Kritischen Theorie“, bei der unterschiedliche Ansätze der Kritischen Theorie sowie ihre historische Bedeutung diskutiert wurden.
Musikalisch untermalt wird das Ganze u.a. von unserem Frederik Perry

Wir freuen uns auf einen regen Meinungsaustausch bei lockerer Atmosphäre!

Platypus Frankfurt

Vorstellung der übersetzten Platypus Review:
Überblickt man das Universum der verschiedenen Positionen und Ziele, die linke Politik heute ausmachen, so wird man den beunruhigenden Verdacht nicht los, dass sich hinter der schein- baren Vielfalt eine grundlegende Gemeinsamkeit verbirgt: Was heute existiert, wurde auf den Trümmern dessen errichtet, was einst möglich war.
Zum Verständnis unserer Gegenwart erachten wir es für not- wendig, die unüberschaubare Anhäufung von Positionen zu entwirren, um ihre Bedeutung für eine mögliche Rekonstitution emanzipatorischer Politik in der Gegenwart zu erkennen. Dafür ist es nötig zu überdenken, was eigentlich mit dem Begriff der Linken gemeint ist.
Unsere Aufgabe beginnt dort, wo wir eine grundsätzliche Desillusionierung des gegenwärtigen Zustands progressiver Politik wahrnehmen. Wir denken, dass sich diese Ernüchte- rung nicht einfach durch puren Willen abschütteln lässt — durch ein einfaches „Weiter so!“. Sie muss stattdessen explizit ange- sprochen werden und selbst als ein Objekt der Kritik zugäng- lich gemacht werden. Daher beginnen wir mit dem, was uns unmittelbar entgegentritt.
Die Platypus Review wird von der Einsicht motiviert, dass die Linke orientierungslos ist. Wir möchte ein Forum für ein wei- tes Spektrum an Strömungen und Ansätzen innerhalb der Lin- ken bieten — nicht, weil wir Inklusion und Pluralität als Selbst- zweck ansehen, sondern weil wir Uneinigkeit provozieren und gemeinsame Ziele als Orte der Auseinandersetzung eröffnen wollen. Auf diesem Weg könnten die aus den alten politischen Auseinandersetzungen resultierenden Anschuldigungen zum Zweck der Klärung des Objekts linker Kritik fruchtbar gemacht werden.
Die Platypus Review setzt sich zum Ziel, eine Plattform zu schaffen und zu erhalten, die eine Erforschung und Klärung von Positionen und Orientierungen, die heute innerhalb der Linken vertreten werden, möglich macht; einen Ort, an dem Fragen aufgeworfen und Diskussionen verfolgt werden können, die ansonsten nicht stattfinden würden. Solange die Beiträge eine ehrliche Bereitschaft für dieses Projekt zeigen, werden sie in unserer Diskussion berücksichtigt.“