Grafische Sammlung

Zeit: 
Donnerstag, Januar 21, 2016 - 20:00 bis Donnerstag, Januar 28, 2016 - 18:00
Kategorie: 

das institut de déstabilisation präsentiert seine Grafische Sammlung bei der Stadtteilinitiative Koblenzer Straße.
An diesem Abend schicken wir unsere bekantesten und unbekantesten (Er)Forscher_innen auf euch los!

Visuell mit dabei:
Sensible Date, Jan Theisen, Alessandro Aiello, Stylianos Papavasiliou, Monty Cantsin und viele viele mehr

Akustisch mit dabei:
Diversion, keos kleb & Herr Tulpe und special guests

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grafische sammlung des idd

die grafik versucht sich daran, das unfassbare auf den punkt zu bringen und auf linie zu halten.
unscharfes feststellend, zeichnen diese linien einen umriss des institut de destabilisation.
gleichsam können wir einer spur durch den werdungsprozess folgen // in skizzen an die wand gepierct.
wiederholung, (re)cyclce, produziert virtualitäten, simulierte realität.
die linie ist potentiell unendlich, erzeugt gleichzeitig begrenzung, trennung und schafft in widerspruch dazu
verbindungen. knoten:punkte mehrerer linien (über)schneiden sich, so verknüpfte linien bilden flächen — territorien.
die topographische linienfoermigkeit des gezeigten materials definiert möglichkeitsräume der oberflaeche des whitecube, der in der leere unsrer brustkoerbe schwebt; ein schein-bruch mit eindeutigem der mit auswahlmoeglichkeiten verschiedener eindeutigkeiten spekuliert.
die linie verweist als erweiterbar aus dem bild, dimensionsuebergreifend von einer realität
in eine allgemein andere [an_other]. die stofflich/unstoffliche verbindung zwischen raeumen ideeller
und materieller art laesst zeit — raum kollabieren X entstehen , überschreitet deren grenzen; überschreibt deren grenzen
mit den eigenen

das auseinandersprengen eines gesamtbildes erlaubt es den bruchstuecken, spuren und überbleibsel, sich zu ungeahnten verbindungen zusammenzufügen, transplantate (halb-)verlorener erinnerungen mutieren:

selbst dem idd mangelt es noch an worten, das ungesehene zu beschreiben, als polynymes element liegt die kunst monty cantsins noch in der diaspora.

die versuchsfelder von jan t. erinnern an landschaften nach einer reihe grafischer anschläge.
interferenzebereiche zwischen verschiedenem werkzeug eröffnen ein-blick für die un_bedachte anordnung der dinge.
ein destruktives kind mit technischer ueberbegabung, deren ergebnisse sich selbst ueberlagern, perpetuierte vernichtung & transformation des (end)produx zu chaosmotischen collagen.

sensible date projeziert die erschütterung der identität fragmentiert in ihre materiellen schizoiden teile,
paranoide verfolgung des ichs im bruch mit der wirklichkeit. das ich befindet sich in einem paranoid expandierenden feedback: ich filmt mich, dass sich vor der aufnahme fliehend bewegt. der film zerreist unterm beschleunigungsdruck der sich selbstjagenden bewegung. die sequenzielle zeitlinie zerfetzt in parallele zeitlinien. erfasst im zweidimensionalen plot ohne konkrete perspektive.

die von stylianos papavasiliou erzeugten raeume erlauben verschiedene perspektiven ohne schaden daran zu nehmen;
ein-blick in unbestimmtes — konjunktiv der kunst: was, wenn?
gezeigte flaechenverschiebungen entstehen durch un/schaerfe, die moeglichkeiten liegen klar vor dem auge und entziehen sich permanent.
wohin? paradoxon: festhalten einer bewegung mittels linie — motion capturing ;
das sichtbarmachen von veraenderung durch festgestelltes.